Rück­verfolgbar­keit und Waren­rückruf

Rückverfolgbarkeit ist die Fähigkeit, die vergangene oder gegenwärtige Lokation einer Einheit zu identifizieren und auch deren Geschichte zu kennen. Diese Fähigkeit ist im Fall eines Warenrückrufes essenziell.

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Name der ECR-ArbeitsgruppeName der EmpfehlungErscheinungsdatum
arbeitsgruppenIcon-_0017_rueckverfolgbarkeit
Rückverfolgbarkeit
Wege zur Rückverfolgbarkeit von Produkten. Schritte zur Umsetzung der ECR DACH Prozessempfehlung „Rückverfolgbarkeit von Produkten und effizienter Warenrückruf“2004 (ECR DACH)

Quelle: ECR Austria


ECR-Bericht: UsingTraceability in the Supply Chain (Quelle: ECR Europe)

ECR-Empfehlung: Rückverfolgbarkeit und effizienter Warenrückruf (Quelle: ECR DACH)

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Ausgangssituation

2001 und 2002 wurden die europäischen Rahmenbedingungen zum Thema „Produkt- und Lebensmittelsicherheit“ in Form der Richtlinie 2001/95/EG und der Verordnung (EG) Nr. 178/2002 verabschiedet. Hintergrund war es, eine einheitliche europäische Grundlage für die Produktsicherheit im Allgemeinen und das Lebens- und Futtermittelrecht im Speziellen zu schaffen. Dadurch sollte gewährleistet werden, dass nur sichere Produkte im Markt zu finden sind.

Zwar ist jedes Unternehmen selbst für die Sicherstellung der Warenrückverfolgbarkeit beziehungsweise des Warenrückrufes verantwortlich, die Basis für eine effiziente Abwicklung bildet jedoch die Zusammenarbeit der einzelnen Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette.

Hierbei kommen die ECR-Prozessstandards ins Spiel, um logistische Abläufe zu optimieren.

Vorgehensweise

In den Jahren 2003 und 2004 wurde eine ECR-Anwendungsempfehlung von Deutschland, Schweiz und Österreich erarbeitet. Ziel war es, Best Practice Lösungen aufzuzeigen, um Prozesse für die Produktrückverfolgbarkeit und den Warenrückruf in der Konsum- und Gebrauchsgüterwirtschaft effizient zu gestalten – unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Anforderungen und den gesetzlichen Rahmendbedingungen der Richtlinie 2001/95/EG und Verordnung (EG) Nr. 178/2002.

Ergebnis

Die eindeutige beziehungsweise durchgängige Identifikation und Kennzeichnung von Standorten, Materialien und Produkten anhand der GS1 Standards ist eine der wesentlichen Komponenten, um einen funktionierenden Prozess der Warenrückverfolgbarkeit sowie des Warenrückrufes zu gewährleisten. Beispielsweise in Form des GS1 Transportetiketts. Auch der Elektronische Datenaustausch (EDI) spielt eine wichtige Rolle.

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Fazit

Die umfangreiche Empfehlung zeigt die relevanten Prozesse im Produktions- und Distributionsbereich hinsichtlich Warenrückverfolgbarkeit und Warenrückruf auf und dient somit als Unterstützung, um die Produkt- und Lebensmittelsicherheit zu erhöhen.

2017 wurde von GS1 Switzerland eine neue Anwendungsempfehlung publiziert, die bei der Umsetzung von Rückverfolgbarkeitsprojekten auf Basis der GS1 Standards unterstützen soll.