Stammdaten (B2C und B2B)

Der Ursprung der Arbeitsgruppe lag in der Veränderung des Konsumentenverhaltens hinsichtlich des Wunsches nach Produktzusatzinformationen, die überall und jederzeit abrufbar sein sollen.

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Name der ECR-ArbeitsgruppeName der PublikationErscheinungsdatum
arbeitsgruppenIcon-_0007_stammdaten
Stammdaten (zusammengeführt aus
Extended Packaging Food und Near Food
sowie Ergänzung von B2B)
Extended Packaging Zwischenbericht. Ergebnisse der ECR Austria Arbeitsgruppe 2013.2013 (ECR Austria)
Stammdaten Abschlussbericht. Eine Ausarbeitung der ECR Austria Arbeitsgruppe „Stammdaten“.2017 (ECR Austria)

Quelle: ECR Austria


ECR Austria Empfehlung: Extended Packaging (Quelle: ECR Austria)

ECR Austria Stammdaten Abschlussbericht (Quelle: ECR Austria)

Ausgangssituation

Da zahlreiche Apps heutzutage auf Crowd-Sourcing basieren, beinhalten sie zumeist keine qualitätsgeprüften Produktdaten. Das Ziel dieser Arbeitsgruppe war daher, ein System zu entwickeln, das dem Konsumenten vom Hersteller autorisierte Produktdaten zentral zur Verfügung stellt.

Durch die EU Lebensmittel-Informations‐Verordnung 1169/2011 wurde dieses freiwillige Ziel zu einer gesetzlichen Notwendigkeit. Die Tatsache, dass im Online Handel die identischen Produktinformationen abrufbar sein müssen, wie sie auch im stationären Handel auf der Verpackung zu finden sind, hat die Arbeitsgruppe veranlasst, sich in einem 2. Schritt auch den Non Food I Produkten und zu guter Letzt den B2B Daten zu widmen.

Vorgehensweise

Im Rahmen der ECR Austria Arbeitsgruppe „Extended Packaging Food“ wurde das Stammdatenservice GS1 Sync entwickelt. Gemeinsam legten die teilnehmenden Unternehmen fest, welche Attribute für das System erforderlich sind. Ebenso wurde ein Prozess entwickelt, um die Qualität der Daten nach der Eingabe in die zentrale Datenbank laufend zu überprüfen.

Nach den sogenannten B2C Daten im Food Bereich wurde im nächsten Schritt der Near Food Bereich (auch Non Food I genannt) unter die Lupe genommen.

Als letzten Teil der Stammdaten wurden die B2B Daten behandelt, wobei es sich hier primär um logistische Daten wie Abmessungen, Palettenmaße und dergleichen handelt. Ein B2B-Qualitätstrial ist seit September 2016 im Laufen.

Ergebnis

GS1 Sync beziehungsweise GDSN machen es möglich, dass Produktdaten vom Hersteller nur einmalig in eine Datenbank eingegeben werden müssen und von den Händlern jederzeit aktuell abgerufen werden können. Das Besondere dabei ist, dass die Daten anhand definierter Kriterien geprüft werden. So wird sichergestellt, dass die physischen Produktdaten auf der Verpackung mit jenen in der Datenbank übereinstimmen.

Fazit

Die Bereiche Food, Near Food und B2B wurden technisch erfolgreich umgesetzt. Jeder Hersteller ist eingeladen, seine Daten bereitzustellen. Ein laufender Prozess für die Übermittlung und Qualitätsprüfung der Produktdaten hat sich in der österreichischen Handelslandschaft etabliert. Österreich gilt dabei als Vorzeigeland in Europa.

In weiterer Folge wird eine Ablöse des zum Teil manuell beziehungsweise zwischen Unternehmen bilateral erstellten Artikelpasses angestrebt. Damit kann jederzeit ein aktueller, geprüfter Produktinformations-Stammdaten-Satz vom Hersteller über den Händler bis hin zum Konsumenten (beispielsweise in Form von Zusatzinformationen im Online Shop) rasch und unkompliziert zur Verfügung gestellt werden.


Nähere Informationen über GS1 Sync sowie die Ansprechpartner finden Sie hier