ECR Circular Packaging Initiative

Das Circular Economy Paket der EU zielt auf eine deutliche Disruption der Verpackungslandschaft ab. Reduktion, Wiederverwendung und Recycling sind die Grundlagen der Circular Economy. Bis 2025 müssen Recyclingquoten vor allem für Kunststoffverpackungen verdoppelt werden.

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Name der ECR-Arbeitsgruppe Name der Publikation Erscheinungsdatum

Circular Packaging Design

Packaging Design Guideline 2020 (ECR Austria)

Nachhaltigkeitsbewertung von Verpackungen

Nachhaltigkeitbewertung von Verpackungen
(in Erstellung)
2020 (ECR Austria)

Quelle: ECR Austria


Packaging Design for Recycling (Quelle: ECR Austria)

Ausgangssituation

Das Circular Economy Paket der EU zielt auf eine deutliche Disruption der Verpackungslandschaft ab. Reduktion, Wiederverwendung und Recycling sind die Grundlagen der Circular Economy. Bis 2025 müssen Recyclingquoten vor allem für Kunststoffverpackungen verdoppelt werden. Die Recyclingfähigkeit der Verpackung – das Circular Packaging Design – ist dafür die Grundlage. Untersuchungen zeigen, dass nur ein Bruchteil der Verpackungen in der Konsumgüterbranche heute tatsächlich recyclingfähig ist. Daher hat sich diese gemeinsame Initiative von Handel und Industrie zum Ziel gesetzt, Standards für die Bewertung von Nachhaltigkeit bei Verpackungen sowie Richtlinien für Circular Packaging Design zu schaffen.

Vorgehensweise

Um dieses komplexe Thema möglichst gut abzudecken, wurden drei unterschiedliche Arbeitsgruppen im Rahmen dieser Circular Packaging Initiative aufgesetzt.

Arbeitsgruppe Circular Packaging Design: Ziel dieser Arbeitsgruppe ist, bestehende Guidelines von Handel, Industrie und Wissenschaft zu screenen, analysieren und daraus gemeinsam einen breit akzeptierten Standard für die gesamte FMCG-Branche abzuleiten.

Arbeitsgruppe Nachhaltigkeits-Bewertung: Recyclingfähigkeit ist die Grundvoraussetzung einer Circular Economy und stellt jedoch nur einen Teil in der ganzheitlichen Nachhaltigkeits-Bewertung von Verpackungen dar. In dieser Arbeitsgruppe werden unterschiedliche Tools vorgestellt und eine gemeinsame Richtlinie bzgl. einer sinnvollen, holistischen Vorgangsweise erarbeitet.

Arbeitsgruppe Verpackungsinformationen in Stammdaten: Ziele dieser Arbeitsgruppe sind die Festlegung der notwendigen Informationen der Verpackungsdaten sowie die automatisierte Abbildung im Rahmen des Stammdatenaustausches zwischen Handel und Industrie.

Ergebnis

In wenigen Monaten hat die österreichische Konsumgüterbranche unter der Leitung von ECR Austria und der fachlichen Expertise der FH Campus Wien eine Empfehlung für recyclingfähige Verpackungen ausgearbeitet. Diese ECR Publikation ermöglicht nun jedem Produkt- oder Sortimentsmanager die richtigen Schritte hin zu zirkulären Verpackungen zu setzen und damit einen Beitrag zum EU-Kreislaufwirtschaftspaket zu leisten. Dieser detaillierte und umfangreiche Leitfaden erlaubt auch jedem Nicht-Experten zu verstehen, worauf man bei zukünftigen Verpackungen ganz besonders achten muss, um eine möglichst hohe Zirkularität zu erreichen. Die klare und ansprechende Gestaltung nach Verpackungstypen (Flasche, Becher, etc.) ist durch ein Ampel-System leicht verständlich, ein umfangreiches Glossar hilft bei technischen Ausdrücken.

Als zweite Empfehlung wurde ein Kriterienkatalog gemeinsam erarbeitet, mit dem die Nachhaltigkeit von Verpackungen beurteilt werden kann. Diese ECR Empfehlung „Nachhaltigkeitsbewertung von Verpackungen“ enthält neben einem allgemeinen Teil auch einen sehr detaillierten Anhang mit vertiefenden Berechnungsmethoden, um auch für die Verpackungsexperten in unseren Mitgliedsunternehmen zu bieten. Ziel war aber auch hier, vorwiegend Nicht-Experten zu erläutern, welche Faktoren bei der Beurteilung von Nachhaltigkeit eine Rolle spielen und wie die Verpackungen ganzheitlich beurteilt werden sollen.

Fazit

Mit diesen ersten beiden Publikationen, die in weniger als einem Jahr gemeinsam mit der Expertise der FH Campus Wien entwickelt wurden, bekommen nun alle Produkt-, Sortimentsmanager sowie Innovations-Verantwortliche Tools in die Hand, mit denen sie ihren Beitrag zu den EU Kreislaufwirtschaftszielen im Rahmen ihrer Unternehmen leisten können.