GS1 – Eine globale Organisation

GS1, früher EAN genannt, wurde in den 1970er Jahren gegründet. Ausschlaggebend für die Gründung war die Einführung des Strichcodes. Der zentrale Auftrag von GS1 besteht darin, auf globaler Ebene Supply Chain Management Prozesse zu optimieren.

GS1 ist die führende Organisation bei der Schaffung und Verbreitung von globalen Standards für die Supply und Demand Chain. Branchen- und technologieunabhängig bilden die Standards von GS1 die Basis für mehr Effizienz und Transparenz in der Logistik.

GS1 blickt mittlerweile auf über 40 Jahre Erfahrung im Supply Chain Management zurück. Den Ausgangspunkt bildete in den frühen 1970er-Jahren die Einführung von Strichcodes in den USA und die Gründung von UCC. Den Entwicklungen in Nordamerika folgend gründeten zwölf europäische Länder 1977 EAN-International. GS1 Austria war Gründungsmitglied und somit von Beginn an federführend an allen Entwicklungen beteiligt. In der Folge wurden auch in Asien, Australien und Afrika nationale GS1 Organisationen gegründet und in GS1 aufgenommen.


Die Kontaktdaten zu allen nationalen GS1 Mitgliedsorganisationen finden Sie hier.

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Im Jahr 2005 wurde aus UCC und EAN-International die vollständig integrierte GS1 Organisation. Mittlerweile zählt GS1 112 nationale Organisationen und ist auf allen Kontinenten vertreten. GS1 ist dem Not-For-Profit-Gedanken verpflichtet und handelt im Sinne und Auftrag seiner Anwender.

Das internationale Management Board stellt sicher, dass die Ziele und Tätigkeiten von GS1 im Einklang mit den Bedürfnissen der Wirtschaft stehen. Dieses Board setzt sich aus Vertretern des Handels, der Industrie und der Dienstleister zusammen, die wichtige Branchen und Regionen abdecken.

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GS1 stellt eine Reihe von aufeinander abgestimmten Standards und Lösungen zur Verfügung, die im GS1 System zusammengefasst sind und aus folgenden Hauptelementen bestehen: GS1 Identifikationsstandards (Identify) mit den GS1 Datenträgern zur automatischen Datenerfassung (Capture), und die GS1 Kommunikationsstandards (Share). In den Geschäftsprozessen kommen unterschiedliche GS1 Standards zum Einsatz, um beispielsweise im Bereich der Rückverfolgbarkeit den größtmöglichen Nutzen zu erzielen (Use). (siehe Abbildung)

Identify

Die Identifikation von Unternehmen, Produkten, Versandeinheiten und weiteren Objekten stellt den Grundbaustein des GS1 Systems dar. Die weltweit eindeutigen und überschneidungsfreien Identifikationsnummern von GS1 bilden die Basis für alle weiteren Standards. Die wichtigsten sind dabei die GLN, die GTIN sowie der SSCC. Diese Identifikationsnummern sind seit vielen Jahren auf breiter Basis umgesetzt und aus dem täglichen Betrieb von Industrie und Handel nicht mehr wegzudenken. Neben dem klassischen Retailbereich setzen auch die neuen Vertriebs- und Kommunikationswege wie Google und Amazon intensiv auf diese Identifikationsnummern.

Capture

Um Identifikationsnummern und Zusatzinformationen einfach und sicher mit Produkten verknüpfen zu können, stellt das GS1 System eine Reihe von unterschiedlichen Strichcodes bereit. Je nach Anwendungsgebiet kommt dabei der jeweils optimale Strichcode zur Anwendung. An der Kassa des Supermarktes erfüllt der EAN/UPC Strichcode seit über 40 Jahren perfekt die Anforderungen des Handels. In der Logistik dient der GS1-128 zur Automatisierung des Wareneingangs und zur Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit. Um mittels eines Smartphones den Link zwischen dem Produkt und der digitalen Welt zu schaffen, kommen der GS1 DataMatrix beziehungsweise der GS1 QR Code zum Einsatz.

Die Technik der Kommunikation mittels elektromagnetischer Wellen (RFID) hat ihre ersten Schritte erfolgreich absolviert und wird in immer breiterem Ausmaß eingesetzt. Mit dem EPC Standard stellt GS1 einen Rahmen für diese Technologie bereit.

Share

Einen wesentlichen Bestandteil einer funktionierenden Supply Chain bildet die Weitergabe von Information zwischen den beteiligten Geschäftspartnern.
Stammdaten von Produkten können mittels des GDSN Netzwerkes weltweit ausgetauscht werden. In Österreich steht zu diesem Zweck für Handel und Industrie mit GS1 Sync eine Plattform zur Verfügung. Die erfolgreiche Umsetzung der LMIV hat die Vorteile eines zentralen Systems klar gezeigt.

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Der elektronische Datenaustausch (EDI) mittels der EANCOM und XML Formate von GS1 ermöglicht den papierlosen Austausch zum Beispiel von Bestellungen, Lieferscheinen und Rechnungen. Österreich ist im internationalen Vergleich Vorreiter beim Einsatz von EDI.

Der Austausch von Eventdaten mittels EPCIS gewährt einen vollständigen Einblick entlang der Wertschöpfungskette. Damit wird die Rückverfolgbarkeit vom fertigen Produkt bis hin zu den Rohstofflieferanten ermöglicht.

Für die Entwicklung und Wartung der GS1 Standards steht der GSMP – Global Standards Management Process – zur Verfügung. Dieser bildet einen offenen und transparenten Prozess und ermöglicht allen Beteiligten der Supply Chain Anteil an der Entwicklung der GS1 Standards zu nehmen.


Mehr über die globale GS1 Organisation finden Sie hier.