ECR Austria Allgemein

Die ECR Austria Initiative und ihre Mitgliedsunternehmen kümmern sich seit den 1990er Jahren im Rahmen von diversen Arbeitsgruppen um die Optimierung von Prozessen entlang der Wertschöpfungskette.

ECR Austria ist eine Initiative von Herstellern, Händlern, Logistik-, Elektronik- und Verpackungsdienstleistern sowie Marktforschungs- und Beratungsunternehmen zur gemeinsamen Reorganisation der gesamten Versorgungskette.

Durch das GS1 System ist seit 1977 eine einheitliche Lösung zur Identifikation von Produkten, Dienstleistungen und Unternehmen gegeben. Da auch Prozessstandards entlang der Supply Chain eine wesentliche Rolle spielen, wurde 1996 die ECR Austria Initiative gegründet. Seit damals arbeiten die Mitgliedsunternehmen und auch andere Unternehmen daran, die ECR-Techniken in ihren Unternehmen einzuführen und weiterzuentwickeln.

Zu den Mitgliedern von ECR Austria zählen Händler, Hersteller, Logistik-, Elektronik- und Verpackungsdienstleister sowie Marktforschungs- und Beratungsunternehmen. Alle Geschäftspartner arbeiten im Rahmen der ECR-Initiative offen und auf vertrauensvolle Weise zusammen, um den österreichischen Konsumenten ein Optimum an Servicequalität und Produktvielfalt bieten zu können. Dabei wird die Anwendung und Weiterentwicklung von ECR-Techniken in der Branche gefördert.

ECR Austria steht unter der Schirmherrschaft der Wirtschaftskammer Österreich. Operativ unterstützt wird ECR Austria von GS1 Austria.


ECR-Infofolder 2018 (Quelle: ECR Austria)

Aktuelle Aktivitäten von ECR Austria finden Sie auf der ECR Austria Website oder im ECR Austria LinkedIn-Channel

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Bei den ECR-Techniken geht es einerseits darum, Ineffizienzen entlang der Versorgungskette zu beseitigen (Supply Side Techniken) und andererseits die Konsumentenbedürfnisse besser, schneller, kostengünstiger und auf nachhaltige Weise zu befriedigen, indem ein Optimum an Servicequalität und Produktvielfalt geboten wird (Demand Side Techniken).

Die Abbildung stellt die einzelnen ECR-Techniken dar. Die Optimierung der Wertschöpfungskette basiert auf den GS1-Identifikationsstandards . Darauf bauen auf: Efficient Unit Loads (EULeinheitliche Ladungsträger) und Electronic Data Interchange (EDI – elektronischer Datenaustausch und Stammdatenmanagement). Die nächsten Ebenen bilden Efficient Replenishment (ER – effizienter Warennachschub) sowie die zentralen ECR-Prozesse Category Management (CM) und Customer Relationship Management (CRM) – im Dienst des Consumer Value.

ECR Austria Organisation

Das strategische Leitungsorgan von ECR Austria bildet das ECR Austria Board. Dieses trifft wichtige strategische Entscheidungen (zum Beispiel neue Weiterbildungsangebote), gibt inhaltliche Rahmenbedingungen vor (wie beispielsweise Themen für neue Arbeitsgruppen), stimmt aber durchaus auch über operationale Fragestellungen ab (zum Beispiel Budgetplan oder Preisgestaltung des ECR Austria Infotags). In das Board werden hochrangige Vertreter aus den Reihen der Mitgliedsunternehmen entsandt, wobei jedes Board-Mitglied eine Stimme hat. Das Board trifft sich aktuell zweimal jährlich.

Den Vorsitz des Boards übernehmen jeweils ein Vertreter der Handels- und Herstellerseite: die sogenannten Co-Chairmen. Diese werden alle zwei Jahre von den Board-Mitgliedern neu gewählt.

Das zweite wichtige Gremium ist die ECR Austria Vollversammlung, die einmal jährlich stattfindet. Sie setzt sich aus den ECR Verantwortlichen aller Vollmitglieder zusammen. Ihre Hauptaufgaben sind die Verabschiedung des ECR-Budgets, die Genehmigung des jährlichen Rechnungsabschlusses sowie die Beschlussfassung über die Entlastung des ECR-Boards.

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Die gesamte organisatorische, finanzielle und administrative Betreuung beziehungsweise Abwicklung der ECR-Österreich-Initiative obliegt dem ECR Austria Manager, der in enger Abstimmung mit GS1 Austria agiert.

Sowohl für die Supply Side als auch die Demand Side gibt es jeweils zwei Arbeitskreisleiter, die die einzelnen Arbeitsgruppen als „Champions“ gemeinsam mit dem ECR Manager leiten und dafür Sorge tragen, dass regelmäßig Fortschritte erzielt und relevante Inhalte erarbeitet werden. Diese Updates werden auch dem Board berichtet. Die Teilnehmer der Arbeitsgruppen setzen sich aus den Experten der Mitgliedsunternehmen aus dem jeweiligen Fachgebiet zusammen.


Geschäftsordnung von ECR Austria (Quelle: ECR Austria)

Informationsblatt zur ECR Austria Mitgliedschaft (Quelle: ECR Austria)

ECR Austria Strategie

ECR Austria richtet sich an offene und zukunftsinteressierte Verantwortungsträger von heute und morgen, denen die Attraktivität und der nachhaltige Erfolg der gesamten FMCG-Branche wichtig ist. In der ständigen Herausforderung, die richtigen Prioritäten in immer komplexer werdenden Rahmenbedingungen zu setzen, bietet ECR Austria den Mitgliedern entlang der gesamten Wertschöpfungskette eine übergreifende Plattform zwischen Handel, Industrie und Dienstleistern, wo branchenrelevante Themen gemeinsam definiert und proaktiv gelöst werden.

Mit dem ECR Infotag als Orientierungs- und Netzwerkveranstaltung, den Arbeitsgruppen und Serviceplattformen zur Schaffung von Branchenlösungen und Handlungsempfehlungen sowie Weiterbildungsangeboten im Rahmen der Academic Partnership bietet ECR Austria umfassende Möglichkeiten, sich aktiv einzubringen und den zukünftigen Handlungsspielraum auch als Teil eines europäischen Netzwerks mitzugestalten.

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Seit mehr als 20 Jahren hat ECR Austria unter Beweis gestellt, dass die erarbeiteten Lösungen der gesamten FMCG-Branche nützliche Standards gebracht, Kosten gespart und dem Konsumenten ein besseres Angebot geliefert haben. Die Öffnung für neue Mitglieder garantiert auch in Zukunft eine zeitgemäße Lösungskompetenz. Das ECR Austria Netzwerk steht für den bestmöglichen Nutzen für Konsument und Gesellschaft, der nur durch gemeinsames Handeln erreicht werden kann.