CM-Prozess-Stufe 7: Imple­mentierung

Nach den bisherigen Prozess-Schritten, die sich mit der Analyse und Planung befassten, geht es im siebten Schritt darum, die Implementierung des entwickelten CM-Business-Plans am POS gut vorzubereiten und erfolgreich durchzuführen.

Die drei Schlüsselkomponenten der Implementierung (Planumsetzung) sind:

Plangenehmigung

Zur Umsetzung des CM-Kategorie-Plans ist die Zustimmung der Geschäftsführung des Händlers und des Herstellers einzuholen. Es muss sichergestellt werden, dass der Kategorie-Plan mit der Gesamtstrategie des Unternehmens übereinstimmt.

Wenn der Kategorie-Geschäftsplan Auswirkungen auf andere Funktionsbereiche hat, muss auch diese Tatsache berücksichtigt werden. Zum Beispiel können die Verkaufsförderungstaktiken Auswirkungen auf das Marketing des Herstellers haben beziehungsweise eine Veränderung der Platzierung im Store-Layout kann Auswirkungen auf andere Kategorien des Händlers haben. Weiters müssen alle vom Händler und Hersteller benötigten Ressourcen und Investitionen freigegeben werden.

Zuweisung von Verantwortlichkeiten

Für alle Tätigkeiten, die erforderlich sind, um den CM-Plan in die Tat umzusetzen, müssen Verantwortliche festgelegt werden. Es muss genau geklärt werden, wer den geplanten Regalumbau durchführt (Händler, externe Dienstleister oder Hersteller). Wer die Kosten für den Umbau trägt, sollte bereits in der strategischen Abstimmung vor Prozessbeginn geklärt worden sein.

Festlegung von Terminen

Für alle durchzuführenden Aufgaben ist ein detaillierter Zeitplan mit Terminen (Zwischenterminen, Endterminen) zu erstellen. Eine Checkliste zur Überprüfung des Planfortschritts sichert die termingerechte Umsetzung.

Je nach geplanten Taktiken ist eine Fülle von Aufgaben zu bewältigen, wie etwa die Umsetzung von Sortiments­entscheidungen (zum Beispiel Erstdisposition für Einlistungen oder für Auslistungen Bestandsreduktion initiieren) und Regalumbauten (wie etwa Planogramme für unterschiedliche Sortimentsbausteine, Regalböden, Regaletiketten)

Der Kategorieplan soll möglichst rasch umgesetzt werden. Vor allem im Hinblick auf die Sortiments­gestaltung ist – durch die hohe Anzahl an Innovationen – ein zügiges Vorgehen wichtig. Bei gewissen Sortiments- beziehungsweise Regalplatzierungs­entscheidungen kann es auch als notwendig erachtet werden, diese in Pilot-Filialen einem Test zu unterziehen, bevor ein landesweiter Rollout erfolgt.

Unerlässlich für eine erfolgreiche Umsetzung in den Filialen des Händlers vor Ort ist auch die Motivation und Information der Mitarbeiter am POS, deren Engagement für den Erfolg ausschlaggebend ist, die jedoch nicht Teil des CM-Teams sind und deshalb über die Gründe von gewissen Entscheidungen nicht Bescheid wissen. Deshalb ist es wichtig, die Marktleiter zeitgerecht zu informieren und die für den Umbau verantwortlichen Personen zu schulen.

Der siebte Schritt im Category Management Prozess ist von großer Relevanz, denn jedes CM-Projekt kann letztendlich nur dann erfolgreich sein, wenn die entwickelten Kategorie-Taktiken in den Filialen des Händlers umgesetzt werden.